Text zu "Plan und Zufall", Artfair Luxemburg von Dr. Christopher Naumann / Galerie m beck

Wir Menschen streben nach Zielen, Visionen und Zukunft, nach Wunscherfüllung. Um dies zu erreichen, legt man sich oft einen Plan, eine Strategie zu, mit Zwischenzielen und Wegmarkern.Manche Pläne gehen auf, andere Ziele werden erreicht und auch so mancher Wunsch geht in Erfüllung. Nun ist es aber so, dass wir Menschen nicht alleine, einzeln sind, sondern eine Gemeinschaft. Es ist meist so, dass die verschiedenen Pläne Einzelner sich kreuzen und der Zufall, das Schicksal entscheidet, welcher der Pläne in Erfüllung geht.
Nicht anders ist es auch bei den hier verzeichneten Künstlern und Künstlerinnen. Gemein ist allen die plane-glatte Leinwand als Ausgangspunkt sowie die Intension der kreativen, kommunikativen Auseinandersetzung mit Themen und Gefühlslagen. Dabei ist es menschlich, dass aus dem Plan, den Gedanken, der Idee zu einem Bild oder Motiv ein anderes Ergebnis am Ende des Schaffensprozesses, der Arbeit steht. So wohnt jedem Plan, jedem Beginn der kreativen Arbeit ein Geheimnis inne, das den Zufall (das Unvorhersehbare) benötigt um geboren und sichtbar zu werden.
Dabei ist es egal, ob der Künstler im figurativen Bereich (Gisela Hammer, Michael Jansen, Imke Stolle d‘Silva) arbeitet, ober im abstrahierenden Genre unterwegs ist (Wally Bistrich, Petra Heck, Bea Garding Schubert, Christine Stettner). Der Funke der Inspiration ist immer sichtbar, ebenso wie bei jenen Künstlern, die in der geometrischen, konstruierenden zeitgenössischen
Kunst zu finden sind (Harald Puetz, Jürgen Wolff, Dietmar Kempf, Yvonne Klug).

 

Einladungstext "Denken und Umdenken" von Vládmir Combre de Sena (01.02.2017)

Denken: die menschliche Fähigkeit des Erkennens und Urteilens anwenden; mit dem Verstand arbeiten; überlegen. Gesinnung haben, annehmen, glauben, vermuten, meinen, sich erinnern. Etwas Bestimmtes vorhaben. – Umdenken setzt Denken voraus.

 

Interessant, wenn man den Titel »DENKEN UND UMDENKEN« googelt, stößt man unmittelbar auf das Buch »DENKEN UND UMDENKEN«, über den deutschen Physiker Werner Heisenberg. Er hat die Physik des 20. Jahrhunderts wesentlich mitbestimmt (Nobelpreis 1932): Quantentheorie und Quantenmechanik. Für Heisenberg waren Physik und Philosophie untrennbar miteinander verbunden. Die Materie verstand er im Sinne Descartes als Gegenstück zum Geist. »Denn die kleinsten Einheiten der Materie sind tatsächlich nicht physikalische Objekte im gewöhnlichen Sinne des Wortes; sie sind Formen, Strukturen, oder im Sinne Platos, Ideen, über die man unzweideutig nur in der Sprache der Mathematik reden kann.«

 

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von Cornelia König-Becker, Galerie "abteigasse 1", Amorbach zur Vernissage am 24.09.2016

„Das, was in dieser Ausstellung natürlich zuerst ins Auge fällt und eine verblüffende Wirkung hat, ist die Präzision, die Kunstfertigkeit, mit der die Zeichnungen angefertigt sind.

Jeder Strich, jede Linie ist mit der Hand gezogen, kein Fehler erlaubt, denn das Grundprinzip ist die Beherrschung, Fehlerlosigkeit, Genauigkeit mit der die Figuren auf dem Blatt entstehen.“

 

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